Verein „Sauberes Trinkwasser“ ZVR 391 996 145
Der Verein bezweckt einen umfassenden Informationsaustausch über die Trinkwasserqualität in den einzelnen Wohnorten der Vereinsmitglieder. Dies soll durch kostenlose Untersuchungen des Trinkwassers auf Kalk- und Nitratbelastungen des zu untersuchenden Trinkwassers erfolgen. Die Untersuchungen sollen dem jeweils verfügbaren technischen Standards angepasst werden. In Zusammenarbeit mit Behörden, Medizinern und Unternehmen soll versucht werden, eine Verbesserung der Trinkwasserqualität zu erreichen.
Wasserland Österreich
Laut Welt-Wasserbericht der UNESCO belegt Österreich den 18. Platz von insgesamt 122 untersuchten Ländern. Das weltweit beste Wasser hat Finnland, gefolgt von Kanada, Neuseeland und Großbritannien. Die Rangliste berücksichtigt die aktuelle Wasserqualität sowie die Fähigkeit und den Willen zur Verbesserung der Situation.
Österreich ist reich an Wasser. Das Hochquellwasser aus den Alpen hat beste Trinkwasserqualität. Glücklich, wer Wasser direkt aus den Alpen bezieht.
Doch wie steht es mit dem Wasser, das in Gebieten intensiver landwirtschaftlicher oder industrieller Nutzung aus dem Wasserhahn fließt?
Raubbau am Grundwasser
Gleich einer Haut spannen sich die oberflächennahen Grundwässer, die sich im Mittel binnen 50 Jahren erneuern, über tiefere, noch viel ältere Grundwasservorräte. Im Zuge der Industrialisierung griffen die Menschen in diese Wasserwelt ein. Wegen der zunehmenden Verschmutzung der Flüsse und des oberflächennahen Grundwassers pumpen Wasserwerke und Industrie Wasser aus immer tieferen, jahrhundertealten Vorkommen. Laut Europäischer Wasseragentur ist das Grundwasser unter 60 Prozent der Städte Europas bereits übernutzt. Entlang der gesamten Mittelmeerküste drohen die leergepumpten Bodenschichten durch das unterirdische Eindringen von Meerwasser zu versalzen.
Chemikalien bedrohen Trinkwasser
Flüsse und Niederschläge liefern ein Vielfaches mehr als die Menschen zum Trinken benötigen. Dennoch sind auch hier die Wasserressourcen in Gefahr: Es droht die chemische Vergiftung des Lebenselements. Greenpeace Untersuchungen haben ergeben, dass selbst Regenwasser mittlerweile durch schwer abbaubare Chemikalien belastet ist.
Hauptverursacher der Verunreinigung in Österreich: Die konventionelle Landwirtschaft
Nach 1945 war Österreichs Regierung bestrebt, die Lebensmittelversorgung der Bevölkerung durch eine autarke Landwirtschaft zu sichern. Durch Rodung und das Trockenlegen von Feuchtgebieten entstanden riesige neue Nutzflächen. Gleichzeitig wurde der intensive Einsatz von synthetischen Düngemitteln und Pestiziden gestartet. Während seither für die Hersteller der Pestizide die Umsätze in den Himmel wachsen - jährlich rund 80 Millionen Euro - , sickern die Gifte in den Boden. 2005 wurden rund 8.500 Tonnen Pestizide auf österreichische Felder gesprüht. Wasserlösliche Substanzen werden mit dem Regenwasser ausgewaschen und gelangen ins Grundwasser.
Nach dem „Wassergüte in Österreich“-Jahresbericht 2006 des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt- und Wasserwirtschaft sind in Österreich bereits 40,5 % zusammenhängenden Grundwasserkörper verunreinigt. Betroffen sind vor allem niederschlagsarme, durch konventionelle Landwirtschaft genutzte Regionen. Viele Hausbrunnenbesitzer können ihre Brunnen nicht mehr für Trinkwasserzwecke nutzen.
Auf die steigende Verunreinigung des Grundwassers durch Pestizide wurde in den 90er Jahren durch Verbote von einigen Giften reagiert. Zahlreiche neue Pestizide wurden allerdings zugelassen. Pestizide wie Bentazon verunreinigen unser Trinkwasser über den Grenzwert hinaus. Viele der bereits verbotenen giftigen Substanzen (wie zum Beispiel Atrazin und Propazin) sind nach wie vor im Grundwasser nachweisbar.
Konsum-Tipp:
Kaufe Produkte aus biologischer Landwirtschaft. Sie sind nicht nur gesünder, sondern dort werden garantiert keine giftigen Spritzmittel eingesetzt, die die Gesundheit und das Wasser bedrohen.
Quelle: Greenpeace Deutschland, Global 2000
Der Wert des Wassers
Nur etwa 0.65 % des weltweiten Wasservorkommens sind Süßwasser und als Trinkwasser geeignet. Wasser ist für das ökologische Gleichgewicht von entscheidender Bedeutung.
Der durchschnittliche Österreicher verbraucht pro Tag etwa 120 Liter, wovon nur etwa 4 Liter zum Trinken und Kochen verwendet werden
Laut UNESCO belegt Österreich bei der Wasserqualität den 18. Platz von insgesamt 122 untersuchten Ländern. Traurig sieht es dabei in den Gebieten intensiver landwirtschaftlicher und industrieller Nutzung aus. Die chemische Vergiftung des Lebenselements Wasser weitet sich länderübergreifend aus. Selbst Regenwasser ist mittlerweile durch schwer abbaubare Chemikalien belastet. Das Grundwasser ist nach Angaben der Europäischen Wasseragentur bereits in 60 % der europäischen Städte stark übernutzt.
Nach 1945 wurde die Landwirtschaft in Österreich intensiv ausgeweitet und dabei auch der Einsatz von Pestiziden und chemischen Düngemitteln massiv unterstützt – die Gifte sickern in den Boden. Allein 2005 wurden rund 8.500 Tonnen Pestizide auf österreichische Felder ausgebracht. Viele Hausbrunnen sind daher nicht mehr für Trinkwasserzwecke geeignet.
Der ständigen Erhöhung der Belastungswerte in unserem Grundwasser begegnete man dadurch, dass man die zulässigen Grenzwerte immer wieder anhob !!
Der menschliche Körper besteht zu etwa 65 % aus Wasser, bei Kindern zu etwa 70 %. Die gesamte Organfunktion ist untrennbar mit dem Wasser verbunden – ausreichendes Trinken ist lebensnotwendig. 2 – 3 Liter Wasser benötigt der Mensch täglich, bei körperlicher Anstrengung und großer Hitze noch mehr.
Trinkwasser – sinnvoll einsetzen!
Wasser ist das wichtigste Lebensmittel. Ohne Wasser gibt es kein Leben auf unserer Erde. Obwohl ¾ der Erdoberfläche mit Wasser bedeckt sind, stehen nur 0,3 Prozent des gesamten Wasservorrates als Grundwasser für die Trinkwassernutzung zur Verfügung. Und dennoch: Wir gehen mit Trinkwasser sehr verschwenderisch um! Der Bedarf an hochwertigem Trinkwasser ist enorm.
Weltweit stieg der Wasserverbrauch seit 1950 um 300 Prozent. Der Wasserverbrauch eines österreichischen Haushaltes liegt im Schnitt bei 120 Litern pro Tag und Person. Wofür das Wasser verwendet wird, zeigt die nachfolgende Aufstellung. Nur rund 4 Liter pro Tag werden tatsächlich als Lebensmittel eingesetzt. Bis zu 30 Prozent Trinkwasser können ohne Komfortverlust eingespart oder durch Brauchwasser ersetzt werden. Dadurch werden die Grundwasservorräte geschont.
Wieviel Trinkwasser wofür verbraucht wird
- Trinken & Kochen 3%
- Geschirrspülen 5 %
- Reinigung 5 %
- Garten 6 %
- Körperpflege 7 %
- Wäsche waschen 17 %
- WC-Spülung 21 %
- Baden & Duschen 36 %
Wie spare ich Trinkwasser?
Durch geänderte Verbrauchsgewohnheiten lässt sich in jedem Haushalt der Wasserverbrauch mit einfachen Maßnahmen senken. Du sparst mit einfachen Verhaltensänderungen zwischen 2 und 80 Liter pro Tag.
- Drehe während des Zähneputzens, des Händewaschens und des Rasierens das Wasser ab.
- Kaufe Spülkästen, die weniger als 6 Liter Inhalt haben. Benutze die Unterbrechertaste.
- Eine rinnende WC-Spülung oder ein tropfender Wasserhahn vergeudet übers Jahr gesehen tausende Liter Wasser: Repariere undichte Wasserhähne und rinnende WC-Spülungen sofort.
- Eine Dusche verbraucht bis zu 70% weniger Wasser und Energie als ein Vollbad: Dusche öfters anstatt ein Vollbad zu nehmen.
- Einhandmischer und Thermostatarmaturen helfen Wasser und Energie sparen. Perlatoren reduzieren den Durchfluss durch Beimengung von Luft auf 6 bis 8 Liter pro Minute. So sparen Sie bis zu 50 Prozent Wasser. Bei modernen Armaturen sind Perlatoren bereits vom Hersteller eingebaut.
- Durchflußbegrenzer werden nachträglich bei älteren Duschen zwischen Armatur und Schlauch eingesetzt und sparen rund die Hälfte des Wassers ein.
- Greife bei neuen Armaturen zu Wasser sparenden Modellen. Rüste deine Armaturen mit Wasser sparenden Installationen nach.
- Wenn schon das Auto unbedingt gewaschen werden muss, gönne dir einfach den Luxus einer modernen Waschanlage mit einer Kreislaufführung der Waschlauge. So sparst du Zeit, Wasser und du handelst umweltfreundlich. Waschen dein Auto in Anlagen mit Kreislaufführung.
- Bei neuen Waschmaschinen und Geschirrspülern empfiehlt es sich, auf den Wasser- und Energieverbrauch zu achten. Hilfreich dabei ist das Ökolabel der EU. Es gibt Auskunft, wie sparsam das Gerät ist.
- Nutze Regenwasser für den Garten und das WC.
Quelle: "die umweltberatung"





